Genies gehen später schlafen

[Da dieser Text seit mehreren Jahren auf rege Weise uentgeltlich genutzt wurde, ich aber nicht ein einziges Mal ein Echo (zum Beispiel in Form eines netten Kommentars) erhielt und auch sonst kein weitergehendes Interesse der betreffenden Leser an dieser Seite bemerkte, habe ich ihn heute, am 27. 7. 2014, endgültig gelöscht. Sorry.]

 

21. Mai 2014

In dem Interview auf http://www.pandaemonium-verlag.de sage ich, dass eine Klaviertaste, von mir angeschlagen, auch unverwechselbar nach mir klingt, und viele fragten, ob ich da nicht ein wenig dick aufgetragen habe.

Nein, glaube ich nicht. Ich kann Passagen so leise spielen, dass sie, von jeder anderen Hand gespielt, schlicht und ergreifend nicht mehr zu hören wären. Ein Experte würde vielleicht sagen, das liegt an einer außergewöhnlichen Feinmotorik, aber wer will das wissen? Es geschieht mir so, das ist alles, der Rest ist schnuppe.

21. Mai 2014

Meine Bücher sind keine Bestseller; schon gar nicht, seit ich auf die Belletristik umgestiegen bin. Aber es gibt immer einige Leute, die auf sie warten und sie sich kaufen, sie auch verstehen und jeden Satz auskosten, und das sind die Menschen, denen ich zu großem Dank verpflichtet bin. Ich würde sie gegen keine Riesenleserschaft tauschen, die irgendein Buch von mir konsumieren und sich schon drei Tage später nicht mehr an meinen Namen erinnern können.

5. Mai 2014

Viele mussten sich schon kasteien, um wenigstens Mittelmaß zu erlangen. Wenn ich mich auch nur für eine einzige meiner Begabungen hätte kasteien müssen, wäre wahrscheinlich überhaupt nichts aus mir geworden.