Phil Carmen – Moonshine Still

Dieser Song ist einer meiner “all-time favorites”. Der Begriff “Moonshine still” hat nichts mit dem Mond direkt zu tun, sondern bezeichnet eine illegale Schnapsbrennerei während der Prohibition.

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Habe heute …

… einen ehemaligen Lehrer von mir wiedergetroffen. Wir unterhielten uns eine Weile, über damals und über das, was aus anderen und mir so geworden ist, als er auf einmal sagte: “Ich hab dich als netten Jungen in Erinnerung, wirklich. Das Problem mit dir war: Du wurdest immer dann unnett, wenn man es am wenigsten gebrauchen konnte.”

Von Biergärten, Hunden und Kindern

Die Menschen dürsten nach ihrer täglichen Ungerechtigkeit, über die sie sich genüsslich entrüsten können. Heute ging es um einen Düsseldorfer Biergarten, in dem Kinder und Hunde nicht mehr erlaubt sind – ach, da wird auf einmal über die Herzlosigkeit der Menschen schlechthin geklagt, und überhaupt sei es um eine Spezies schlecht bestellt, die ihre Kinder nicht mehr zu würdigen wisse, diese wunderbaren kleinen Geschöpfe, bei denen uns doch allen das Herz aufgeht. Solchen rosaroten Schwulst kriegt man dann zu lesen, denn Kinder müssen schließlich alles dürfen, auch leere Bierkrüge im Sand verbuddeln, auch Pipi machen, wo andere zu Mittag essen – und genau das ist der große Irrtum. Kinder dürfen eben nicht alles. Sie müssen sich an Regeln halten wie Erwachsene auch, nur so kann ich sie davor bewahren, zu einem der verzogenen Egoisten zu werden, von denen es schon viel zu viele gibt, und was die Regeln anbelangt, so bin eben manchmal ich es, der sie aufstellt.

Das Vermächtnis

Und als die Liebe zur Gewohnheit wurde,
mit Frühjahrsputz und Urlaubsplan und Blumengießen,
sah sie ihn eines Tages an und sprach:
Wollen wir jetzt den Bund fürs Leben schließen?

Und über ihm platzte gerade eine Wolke,
die riss den Himmel auf wie eine Wunde,
und Dächer glänzten, Uhren, Kirchturmspitzen,
der Tag vergaß zu atmen für eine Sekunde.

Da sah er sie noch einmal blau im Wind,
wie eine Windsbraut, wie im März die letzten Flocken,
die nicht mehr schmerzen. Und war plötzlich wieder Kind
und lange noch nicht reif für Hochzeitsglocken.

Er ging davon und sagte nicht ein Wort.
Sie aber spürte, wie sie etwas drückte.
Und keiner sah mehr, dass sie Blumen goss,
doch immer öfter heimlich pflückte

und ihrem Kind damit die Haare schmückte.
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Oliver M. Fehn