Viele Leute reden so gern von früher

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weil sie sich nie weiterentwickelt haben. Sie haben noch die gleichen Hoffnungen und Sorgen  und finden sofort wieder in das alte Stück hinein. Wer sich dagegen verändert hat, dem bereitet es schon Qualen, manche Bühnenbilder von damals wiederzusehen oder die Stimmen gewisser Schauspieler zu hören. Die Vergangenheit unterfordert ihn einfach. Nach zwei Sekunden Nostalgie sollte gut sein.

Arthur Rimbaud: Der Schläfer im Tal

Ist eine grüne Schlucht; ein Flüsschen schickt

perlende Schatten, die sich auf die Gräser malen.

Ein Loch aus Grün und Silber, zwischen Hügeln hingedrückt:

Ein kleines Tal, das überschäumt vor Strahlen.

 

Ein junger Mann in Uniform schläft dort am Pfad,

mit off’nem Mund, die Schultern tief ins Gras gedreht,

trinkt Kühle, atmet Süßigkeit in seinem Bad,

auf das das Licht des Sommers wie ein Regen niedergeht.

 

Auf seinen Füßen schimmert Tau. Er lächelt

im Gräserdickicht, das die Stirn ihm fächelt.

Der Morgenwind singt ihm ein Wiegenlied.

 

Des Sommers Duft kann ihn jetzt nicht erreichen:

Er schläft, ein krankes Kind; aus seinem bleichen

Körper quillt Blut, das tief ins Erdreich zieht.

 

© Übersetzung: Oliver M. Fehn

© Bild: Ida Polo

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Ich fand das schon okay

dass Frauke Petry die Gespräche abgebrochen hat. Immerhin – wer steht hier unter Erklärungsnot? Die alteingesessene Bevölkerung, die sich täglich mit neuen muslimischen Extrawürsten herumschlagen muss, sicherlich nicht. Und die, die wirklich unter Erklärungsnot stehen, sollten sich erst mal ganz bescheiden geben – oder wenigstens zu Deutschland gehören. 🙂