Und so …

… stehen wir ratlos unter dem Himmel, lassen unsere Funzeln leuchten und verbrennen damit unseren letzten Funken Stolz. Denn es ist Schlimmes passiert: Da waren Menschen, die nicht die andere Wange hinhielten, sondern sich wehrten, was eindeutig von überholten Werten zeugt und nicht in unsere moderne multikulturelle Gesellschaft passt. Doch selbst wenn die letzte deutsche Frau vergewaltigt, der letzte deutsche Mann grundlos zusammengeschlagen wurde, das letzte deutsche Stadtviertel zur No-go-Area geworden ist: Wir zünden weiter unsere Lichter an, weil wir so dumm sind, dass uns die Schweine beißen.

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wird sich in Zukunft einiges ändern. Es gab Tage, da hatte ich locker 4-stellige Aufrufzahlen – aber immer nur, wenn ein neuer Text zum Tagesgeschehen von mir veröffentlicht wurde, gefolgt das Ganze von Kurzgeschichten. Dass es auch als großes Album zum Vor- und Zurückblättern gedacht war, begriffen nur die wenigsten, und ich laufe daher besser damit, ab sofort kleinere Texte, Sprüche, Fotos, Musik usw. wieder ausschließlich für meine Facebook-Seiten zu reservieren, dort bekommt man wenigstens Resonanz. Hier erscheinen künftig nur noch längere Texte, z. B. eben Essays, Short Stories, politische Artikel. So etwas wie Leserbindung ist in unseren Tagen anscheinend nicht mehr zu erreichen – schade eigentlich.

Warum die AfD auch am kommenden Sonntag wieder punkten wird

Den Erfolg der AfD (der sich auch kommenden Sonntag in Berlin wieder abzeichnen wird, wenn auch weniger eklatant), allein mit der Flüchtlingskrise in Verbindung zu bringen, ist zu kurz gedacht.

Die Mehrheit der Deutschen hat auch die Nase voll von Dingen wie infantilem Sternchen-Gendering und selbstzerstörerischem Pazifismus, sie möchte sich auch nicht ihre Identität als Volk abtrainieren lassen und hat die Nase voll von Kanzlerinnen, die Deutschlandflaggen verächtlich von sich schleudern. Sie ist es leid, zu verzichten und die andere Wange hinzuhalten und pathetische Feingeister ohne jegliche Substanz als Bundespräsidenten zu dulden, und sie hat kein Verständnis dafür, einen Gefängnisaufenthalt zu riskieren, wenn sie dem Typen, der ihrer Frau oder Freundin an die Wäsche will, ein wenig zu stürmisch aufs Maul gegeben hat.

Sie hat es satt, sich ausgerechnet von ehemaligen Stasi-Offiziellen wie Frau Kahane in Demokratie unterrichten lassen zu müssen, und sie hat längst bemerkt, dass die Pressemeldungen unserer Tage denen am Vorabend der NS-Machtergreifung in Deutschland auf verblüffende Weise ähneln. Sie mag nicht wieder in die Zeit der Flüsterwitze verfallen und lügen müssen, um nicht menschlich geschmäht und fertiggemacht zu werden.

Kurz gesagt: Die Deutschen haben keine Lust mehr, wider die eigene Natur zu leben.

Und deshalb wird das Heulen und Zähneklappern auch am kommenden Wochenende wieder groß sein.

Eigentore und andere Torheiten

rostock

Kurz vor der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern wollten die Systemverfechter noch einmal ganz tapfer für das Gute kämpfen – und dann ging alles so richtig in die Hose.

Die WELT brachte eine Meldung mit dem Titel “Schulterschluss zwischen AfD und NPD”, die sich schon wenige Stunden nach Erscheinen als frei erfundene Zeitungsente herausstellte.

Eine deutsche Musikerin veröffentlichte einen Anti-AfD-Song, der politisch engagiert sein wollte, sich aber trotzdem nur anhörte wie eine Mischung aus Bausparkassenwerbung und vorgetäuschtem Orgasmus. Die WELT verglich sie mit Reinhard Mey, bei dem die Schockstarre noch immer anzuhalten scheint.

Schließlich trat – als Krönung des Ganzen – auch Anja Reschke auf den Plan, die Gundel Gaukeley der ARD, um noch einmal ihren Mitklatsch-Hit “Flüchtlinge hui – Kritiker pfui” zu schmettern. Doch will den nach einem Jahr, in dem so viel passiert ist, noch jemand hören?

Wer nur noch diejenigen auf seiner Seite weiß, die ohnehin nicht die hellsten Kerzen am Baum sind, muss sie natürlich auch auf dem entsprechenden Niveau motivieren. Der Rest weiß nicht, was er empfinden soll: Schadenfreude oder Mitleid …

© 2016 by Oliver M. Fehn