Verwirrspiel bei Amazon

um das Anatole-France-Buch: Der Internet-Großhändler bietet auf der Produktseite weitere, ältere Übersetzungen an, die mit meinem Buch nichts zu tun haben; trotzdem finde ich, kann es hier zur Verwechslungen (und Fehlbestellungen) kommen. Darum noch mal für alle: Von meiner Übersetzung von “Aufruhr der Engel” gibt es nur die ORIGINALAUSGABE mit folgendem Cover. Wo was anderes drauf ist, ist auch was anderes drin.

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Abschied von Michel Sardou

sardou

Es macht mich wirklich traurig. Michel Sardou, meines Erachtens einer der größten französischen Chansonniers überhaupt, gibt seine musikalische Karriere auf, um sich künftig nur noch dem Theater zuzuwenden.

Als ich in den Achtzigern in Paris war, hatten Chaoten soeben versucht, sein Auto in die Luft zu sprengen. Mit seinen provokativen politischen Chansons brachte er die linke Intellektuellenszene gegen sich auf. In den 70er Jahren hatte er Songs geschrieben, in denen er die Todesstrafe für Kinderschänder forderte, den Kolonialismus verteidigte und angeblich sexistische Äußerungen machte. Seine Kinder unterrichtete er privat, mit der Begründung: “Nicht auf einer Schule, die von diesem Staat gelenkt wird.” Als ich wenig später einen Feuilleton-Artikel mit dem Titel “Eine Lanze für Michel” veröffentlichte, bekam ich ähnliche Scherereien. Seitdem begleiteten mich seine Chansons durch mein Leben.

Zum Abschied sag ich leise “Salut” mit einem von Sardous bekanntesten Chansons. Der kleine Junge im Video – sein Sohn Romain – ist übrigens mittlerweile ein bekannter französischer Romanautor (“Das dreizehnte Dorf”).